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Insolvenz durch Corona?

Geisterspiele im Fußball vor leeren Tribünen, Konzerte, Messen sowie andere Events fallen ganz aus oder werden verschoben und selbst die bevorstehenden Abiturprüfungen sind gefährdet. Keine Frage, die Coronavirus-Epidemie hat längst Europa erreicht und mit ihr gehen nicht unerhebliche wirtschaftliche Risiken einher, so dass mancherorts bereits von einer nahenden Rezession die Rede ist.

Tourismusbranche stark geschwächt

Allen voran hat es die Tourismusbranche stark getroffen. So musste als Erster China Tours nach 22 Jahren Insolvenz anmelden. Der nächste Insolvenzfall betraf die regionale Fluggesellschaft Flybe. Das bereits angeschlagene Unternehmen sollte mit einem Rettungspaket der britischen Regierung unterstützt werden. Verschärfend kam noch hinzu, dass Flybe, wie viele andere Fluggesellschaften auch, aufgrund der aktuellen Situation einen Rückgang in den Buchungszahlen verzeichnen musste. Auch hierzulande reagierte der Lufthansa-Konzern und hat wegen des Coronavirus 23.000 Flüge in der Zeit bis zum 24. April gestrichen. Weitere Annullierungen sollen folgen.

Großveranstaltungen werden abgesagt

In Deutschland sind in erster Linie Großveranstaltungen und Messen von den Folgen der Coronavirus-Epidemie betroffen. Nach der Touristikmesse ITB in Berlin und der Handwerksmesse in München hat auch die Stadt Leipzig die Buchmesse wegen des Coronavirus abgesagt. Ebenfalls ist kurz vor dem Beginn das Literaturfestival Lit. Cologne in Köln abgesagt worden.

Auch die Messe Dortmund hat mehrere Frühjahrsveranstaltungen um einige Monate nach hinten verschoben. Betroffen seien unter anderem die Kreativmesse Creativa, die Cake Dreams, die Bau! Messe! NRW! und die Auto-Welt Dortmund, die alle noch im März hätten stattfinden sollen.

Auch Frankfurt hat einige Messen abgesagt, darunter wurde die für Mitte Mai geplante Touristik-Messe IMEX vom Veranstalter abgesagt, nachdem das Land Hessen sich gegen Großveranstaltungen mit mehr als 1.000 Besuchern ausgesprochen hatte. Ebenfalls die Landwirtschaftsmesse Land und Genuss wird ins kommende Jahr verschoben.

Produktionsstillstand und Börseneinbruch

Doch auch die Aktienmärkte und die allgemeine Konsumlaune der Verbraucher seien betroffen. Darüber hinaus würden in China teilweise Fabriken stillstehen, was wiederum einen Produktionsrückgang nach sich zieht. Produktionsketten werden unterbrochen und Unternehmen dazu gezwungen die Produktion einzuschränken oder teilweise einstellen. Vor allem die Autobranche könnte aufgrund der Problematik bei Lieferketten und Logistik betroffen sein.

Eines ist klar: Die Auswirkungen des Coronavirus werden immer mehr zu einer Bedrohung für die Wirtschaft. An diesem Montag notierten die Börsen weltweit massive Verluste, der Ölpreis befindet sich im freien Fall. Dies könnte die wirtschaftlichen Aussichten Deutschlands für dieses Jahr und damit die konjunkturellen Entwicklungen deutlich dämpfen.

Kleine und mittelständische Unternehmen besonders betroffen

Gerade für kleine und mittelständische Unternehmen ist die aktuelle Situation existenzgefährdend. Denn hinzu kommt, dass neben Lieferengpässen oder Ausfällen auch Mitarbeiter wegen Krankheit ausfallen könnten, was für einen kleinen Betrieb bereits den wirtschaftlichen Exitus bedeuten würde.

Deshalb ist es wichtig, seine betrieblichen Kapazitäten an die aktuelle Situation anzupassen, um das langfristige Überleben des Unternehmens zu garantieren. Zwar kündigte die Kanzlerin Liquiditätshilfen für Unternehmen an, die durch die Folgen der Corona-Epidemie in wirtschaftliche Not geraten: „Wir tun das Notwendige.“ Man werde es „schnell“, „besonnen“, „entschlossen“ tun, so Merkel. Doch jeder Unternehmer weiß, dass mitunter sehr kurzfristig Entscheidungen getroffen werden müssen.

Was können Unternehmen tun?

Manche Branchen, wie die Reisebranche, die Messebauer die Veranstaltungsbranche etc., trifft Corona mit einer solchen Wucht, dass eine Hilfe nicht rechtzeitig kommen wird. Unternehmen, die vor zwei Monaten noch ordentliche Renditen erwirtschafteten, stehen heute und damit quasi über Nacht kurz vor der Insolvenz.

Hier kann nur ein entschlossenes Herunterfahren des Geschäftsbetriebs auf ein Minimum und das Reduzieren der Belegschaft auf eine Rumpfbelegschaft das dauerhafte Überleben sichern.

Gerne hilft Ihnen die Kanzlei BRAUN mit ihrer langjährigen Expertise Im Insolvenzrecht und im Bereich der Liquidation von Unternehmen, eine geeignete Strategie zu entwickeln und Ihnen das Handwerkszeug bereitzustellen, um das Überleben des Geschäftsbetriebs in dieser Zeit zu ermöglichen.

Die Spezialisten der Kanzlei BRAUN um den Fachanwalt für Insolvenzrecht Sebastian Braun sind für Sie da.
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